Bauliche Veränderung I – Wanddurchbruch

Rechtsanwalt Gregor Schliepe im Gespräch mit seinem Kollegen Alexander Bredereck: Was muss ein Eigentümer tun, der seine beiden nebeneinander liegenden Wohnungen durch einen Wanddurchbruch miteinander verbinden will?

Wenn ein Wohnungseigentümer durch eine (tragende) Wand einen Durchbruch herstellen will, greift er damit ins gemeinschaftliche Eigentum aller Wohnungseigentümer ein, denn eine solche Wand gehört ihm nicht allein, sondern allen Eigentümern gemeinschaftlich. Nach § 22 Abs. 1 WEG braucht er hierfür also einen Beschluss der Eigentümerversammlung. Was aber muss er tun, um diesen zu bekommen?

„Nachschieben“ von Anfechtungsgründen

WEG-Fachanwalt Schliepe im Gespräch: Welche Bedeutung hat die Frist zur Begründung der Beschlussanfechtung (2 Monate ab Beschlussfassung) im Prozess?

Gemäß § 46 Abs. 1 S. 2, 2. Halbsatz WEG muss eine Beschlussanfechtungsklage innerhalb zweier Monate nach der Beschlussfassung begründet werden. Was passiert also, wenn dem/den Kläger(n) nach Ablauf dieser Frist noch weitere Umstände einfallen, auf die sie ihre Anfechtungsklage ebenfalls stützen wollen? Können Klagegründe auch nach Ablauf der Begründungsfrist noch „nachgeschoben“ werden? Oder ist etwa jeglicher weiterer Sachvortrag nach zwei Monaten komplett verboten? Das Interview führt Rechtsanwalt Alexander Bredereck.

„Vorratsanfechtung“ ? – Fachanwalt Schliepe im Gespräch

Fachanwalt Schliepe im Gespräch mit seinem Sozius Rechtsanwalt Bredereck, ebenfalls Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht:

Die Frist für die Anfechtung von Eigentümerbeschlüssen beträgt einen Monat – gerechnet ab der Versammlung. Aber was, wenn vor Ablauf dieser Frist nicht ausreichende Informationen über die tatsächlich gefassten Beschlüsse vorliegen, z. B. weil das Protokoll nicht rechtzeitig versendet wurde? Können dann vorsorglich zunächst alle in der Versammlung gefassten Beschlüsse angefochten werden, um diese Klage zu einem späteren Zeitpunkt zu beschränken? Eine sog. Vorratsanfechtung wird allgemein als zulässig angesehen, birgt angesichts jüngster Rechtsprechungsentwicklungen aber auch Risiken.

Video Beschlussanfechtung II – Fachanwalt Schliepe im Gespräch

Fachanwalt für Wohnungseigentumsrecht Gregor Schliepe im Gespräch mit Rechtsanwalt Alexander Bredereck, ebenfalls Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht:

Was unternimmt der WEG-Verwalter, dem eine Anfechtungsklage zugestellt wird?

Der WEG-Verwalter ist nach § 27 Abs. 2 Nr. 2. WEG Zustellungsbevollmächtigter der im Beschlussanfechtungsverfahren beklagten übrigen Wohnungseigentümer. Wenn ihm vom zuständigen Gericht eine Anfechtungsklage zugestellt wird, gilt es, schnell zu handeln.

Video Versammlungsprotokoll – Fachanwalt Schliepe im Gespräch

Gespräch zwischen den Fachanwälten für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Alexander Bredereck und Gregor Schliepe:

Wie erhalte ich das Protokoll der Wohnungseigentümerversammlung?

Wohnungseigentümer, die an einer Versammlung nicht teilgenommen haben, haben ein besonderes Bedürfnis zu erfahren, welche Beschlüsse in der Versammlung gefasst wurden, denn eine eventuelle Anfechtung ist nur innerhalb eines Monats seit der Versammlung möglich. Aber was tun, wenn auch nach Wochen kein Protokoll im Briefkasten ist?

Video Beschlussanfechtung I – Fachanwalt Schliepe im Gespräch

Rechtsanwalt Gregor Schliepe im Gespräch mit seinem Sozius Alexander Bredereck, ebenfalls Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht.

Warum gibt es bei den Amtsgerichten so viele Anfechtungsklagen?

Für Wohnungseigentümer, die mit einem Beschluss der Eigentümerversammlung nicht einverstanden sind, gibt es keinen anderen Weg, den Beschluss zu verhindern, als vor dem zuständigen Amtsgericht Anfechtungsklage zu erheben. Klagegegner sind alle übrigen Wohnungseigentümer (nicht der Verwalter). Fachanwalt Schliepe klärt über die Hintergründe auf.