Die Wohnungseigentümergemeinschaft, auch Verband der Wohnungseigentümer, besteht aus sämtlichen Miteigentümern einer Wohnungseigentumsanlage.

Die Gemeinschaft ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs teilrechtsfähig, was mit der WEG-Novelle vom 01.07.2007 auch der Gesetzgeber berücksichtigt hat. Sie ist also mit eigenen Rechten und Pflichten ausgestattet, kann Verträge schließen, klagen und verklagt werden und hat eigenes Vermögen (nicht zu verwechseln mit dem gemeinschaftlichen Eigentum der Wohnungseigentümer!). Dagegen sind sogenannte „Untergemeinschaften“ nicht rechtsfähig.

Das „Grundgesetz“ der Wohnungseigentümergemeinschaft ist die Teilungserklärung.

Die Willensbildung der Gemeinschaft erfolgt in Eigentümerversammlungen per Mehrheitsbeschluss.

Sofern – was die Regel ist – ein Verwalter bestellt ist, vertritt dieser die Wohnungseigentümergemeinschaft nach außen. Andernfalls muss sie von allen Eigentümern gemeinsam vertreten werden (§ 27 Abs. 3 S. 2 WEG), welche aber wiederum durch Mehrheitsbeschluss einen Eigentümer zur Vertretung ermächtigen können (§ 27 Abs. 3 S. 3 WEG).

Auch die Wohnungseigentümergemeinschaft kann von den Wohnungseigentümern eine ordnungsgemäße Verwaltung verlangen. Verweigert deshalb eine Mehrheit der Wohnungseigentümer erforderliche Beschlussfassungen, kann der Verwalter als Vertreter des Eigentümerverbandes verpflichtet sein, den Negativbeschluss anzufechten.

Solange wie die Wohnungseigentumsanlage besteht, ist die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer unauflöslich.