Auf eine Vergütung seiner Tätigkeit hat ein Verwaltungsbeiratsmitglied nur dann Anspruch, wenn eine solche von der Eigentümerversammlung beschlossen wurde oder eine entsprechende Vereinbarung (z. B. in der Teilungserklärung) besteht.

Unabhängig hiervon kann ein Verwaltungsbeiratsmitglied jedoch Ersatz seiner Aufwendungen, etwa Fahrtkosten, Telefonentgelte etc., von der Gemeinschaft verlangen.

Die Beiratstätigkeit eines Verwaltungsbeiratsmitglieds endet durch Zeitablauf, durch Abwahl oder durch Amtsniederlegung.

Ein Zeitablauf der Amtstätigkeit kommt dann in Betracht, wenn die Wohnungseigentümer bei der Wahl des Beirats von der Möglichkeit Gebrauch gemacht haben, von vornherein eine begrenzte Amtszeit festzulegen.

Darüber hinaus hat die Wohnungseigentümerversammlung grundsätzlich die Möglichkeit, ein Beiratsmitglied oder auch den gesamten Beirat durch Stimmenmehrheit abzuberufen. Hierfür hat die Versammlung in der Regel ein großes Entscheidungsermessen, es sei denn, eine Vereinbarung beschränkt die Möglichkeit einer vorzeitigen Abberufung auf das Vorliegen eines wichtigen Grundes. In anderen Fällen wird die Abberufung allenfalls beim Vorliegen besonderer Umstände ordnungswidrig sein, etwa, wenn eine Abwahl ohne wichtigen Grund erfolgt, obwohl das Beiratsmitglied eine Vergütung erhält, die auch nach der Abwahl weiterzuzahlen ist. Die Wahl eines neuen Beirats beinhaltet in der Regel schlüssig auch die Abwahl des alten Beirats.

Schließlich kann ein Verwaltungsbeiratsmitglied sein Amt auch jederzeit niederlegen. Die Niederlegung erfolgt durch Erklärung gegenüber der Gemeinschaft, die vom Verwalter vertreten wird. In solchen Fällen setzen die verbliebenen Mitglieder des Verwaltungsbeirats ihre Tätigkeit bis zum Ablauf ihrer Amtszeit oder der Neuwahl des Verwaltungsbeirats fort, auch wenn sie dann (entgegen der gesetzlichen Vorgabe) nicht mehr zu dritt sind.

Da es für Verwaltungsbeiräte im Gegensatz zum Verwalter keine Höchstdauer für ihre Bestellungszeit gibt, können Verwaltungsbeiräte auch sehr lange ohne Neuwahl im Amt bleiben. Beantragt ein Wohnungseigentümer eine Neuwahl, kann der Verwalter, bevor er neue Kandidaten zur Wahl stellt, auch zunächst darüber abstimmen lassen, ob überhaupt eine Neubestellung gewünscht wird.