Die anfallenden Kosten, insbesondere Betriebskosten wie Versicherungen, öffentliche Lasten, Müllentsorgung, Versorgung mit Energie und Wasser usw., die Kosten der Verwaltung, aber auch die Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums, sind grundsätzlich von allen Wohnungseigentümern gemeinsam aufzubringen.

Wenn nichts anderes vereinbart ist, gilt für die Kostenverteilung der Maßstab des § 16 Abs. 2 WEG, also das Verhältnis der Miteigentumsanteile. Meistens ist die Kostenverteilung jedoch in der Teilungserklärung geregelt. Dort kann abweichend vom Gesetz beispielsweise eine Kostenverteilung im Verhältnis der Wohn- und Nutzflächen geregelt sein.

Ebenso gut kann die Teilungserklärung bestimmen, dass Kosten des gemeinschaftlichen Eigentums, von denen nur bestimmte Eigentümer einen unmittelbaren Nutzen haben (etwa: Instandhaltung der Fenster oder der Balkone), von diesen jeweiligen Eigentümern allein zu tragen sind.

Seit der Novelle des Wohnungseigentumsrechts 2007 können die Wohnungseigentümer auch per Mehrheitsbeschluss von der gesetzlichen oder einer bisher vereinbarten Kostenverteilung abweichen. Soweit es dabei um die Verteilung von Betriebs- und Verwaltungskosten geht, kann ein solcher Beschluss mit Dauerwirkung für die Zukunft gefasst werden (§ 16 Abs. 3 WEG). Die Kosten von Instandsetzungs- oder anderen Baumaßnahmen können nur für den jeweiligen Einzelfall per Beschluss abweichend verteilt werden (§ 16 Abs. 4 WEG).

Damit die Eigentümergemeinschaft während eines Wirtschaftsjahres liquide bleibt, haben die Wohnungseigentümer regelmäßig – in aller Regel monatlich – Hausgeld (auch: Wohngeld) zu zahlen. Die Grundlage für die Verpflichtung zur Zahlung von Hausgeld bildet der jährliche Wirtschaftsplan.

Nach dem Ende eines Wirschaftsjahres ist in einer Jahresabrechnung über die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinschaft und über die gezahlten Hausgelder abzurechnen.

Ein Wohnungseigentümer, der sein Hausgeld nicht zahlt, muss mit gravierenden Folgen rechnen. So ist die Wohnungseigentümergemeinschaft bei erheblichen Hausgeldrückständen zu einer Versorgungssperre und sogar zur Entziehung des Wohnungseigentums berechtigt.